SHZ-Beitrag vom 3. Juni 2021
    Susanne Karkossa-Schwarz 

    Klimaneutral und benutzerfreundlich: Mit der MOQO-App das Dörpsmobil bequem von zu Hause aus buchen, das Smartphone als Türöffner benutzen, mit der Strom-Taste den Ladestecker entsperren, Stecker abziehen und losfahren – das Dörpsmobil des gleichnamigen Vereins Gettorf-Dänischer Wohld geht jetzt auf volle Touren.
    Seit dem 31. März ist der Elektro-Renault einsatzbereit und hat bereits 1640 Kilometer hinter sich. Damit der Ladevorgang der Batterie in Zukunft noch etwas zügiger vonstatten geht, soll in Kürze eine Schnellladestation an dem festen Stellplatz auf dem Parkplatz des Bauhofs Gettorf (Kieler Chaussee) installiert werden. Mithilfe der 22-KW-Box lässt sich die Batterie je nach Ladezustand in längstens 50 Minuten laden. Gefördert wird die exklusive Anschaffung für das Dörpsmobil zu 80 Prozent von der Aktivregion Eckernförder Bucht.
    „Ich bin froh, dass wir so weit sind und die Gemeinde uns hier die Säule hinstellt“, sagt Hubert Ovenhausen, Vorsitzender des Vereins, „sie ist bald Tag und Nacht für alle Nutzer des Autos zugänglich. Eine bequeme Sache, denn die meisten Nutzer wohnen in der Nähe.“ Das Fahrzeug verfügt über eine Reichweite von rund 300 Kilometern. 
    Das klimaneutrale Dörpsmobil kann das Zweit- oder auch Drittauto ersetzen, ermöglicht umweltfreundliches Fahren, ist günstig, stärkt die Gemeinschaft durch CarSharing und sichert die Mobilität. Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft im Verein „Dörpsmobil Gettorf – Dänischer Wohld“. 18 Mitglieder sind zurzeit registriert. Die Mitgliedschaft für Einzelpersonen kostet 6 Euro pro Monat, für Familien und Organisationen/Unternehmen sind es 10 Euro pro Monat. Pro Stunde beträgt die Leihgebühr 5 Euro.
    Bürgermeister Hans-Ulrich Frank sieht in der Anschaffung der Wall-Box ein gutes Zeichen: „Das ist ein erheblicher Schritt in der E-Mobilität in Gettorf. Damit wird der Individualverkehr gestärkt.“ Einem Konzept über öffentlich zugängliche Elektroladesäulen in den Bereichen der Ämter Dänischer Wohld und Hüttener Berge sowie der Gemeinden Schwedeneck, Noer und Strande entsprechend plant Gettorf, auf lange Sicht weitere Ladesäulen zu errichten: je eine auf dem Karl-Kolbe-Platz und am Sportpark.
    Amtsdirektor Matthias Meins ist voll des Lobes für die Arbeit des Vereins, allen voran für den Initiator Hubert Ovenhausen: „Das ist keine Sache, die eine Kommune leisten kann. Ohne diese Leistung des Vereins wären wir nicht soweit.“
    Noch müssen sich die Nutzer des Dörpsmobils etwas wegen der neuen Schnellladestation gedulden. Bedingt durch Lieferschwierigkeiten erwartet Oliver Schröder von der Firma Elektro-Schröder die 22-KW-Wallbox erst in rund fünf Wochen. Bestellt hat er sie bereits vor fünf Wochen. Ihre Stromversorgung erfolgt über den Bauhof. In Kürze sollen noch Fahrradständer aufgestellt werden, damit auch Nutzer aus entfernteren Bezirken wie Bornsteiner Straße oder Süderstraße das Dörpsmobil nutzen können.
    Der Verein arbeitet ehrenamtlich, will also keine Überschüsse generieren. Damit eine wirtschaftliche Nutzung des E-Autos erfolgt, muss das Fahrzeug nach Auskunft der Vereinsmitglieder Henning Arndt und Wolf-Rüdiger Bölck rund 20 Stunden in der Woche gefahren werden. „Deshalb freuen wir uns über weitere Mitglieder“, erklärt Hubert Ovenhausen. 

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